Das Buch wird kommen.

Gut 2 Jahre sind bereits vergangen, als ganz offiziell das freie Gewerbe des Handels (Handel mit Automobilen) angemeldet wurde. Was dann passierte, ist für viele Außenstehende kaum nachvollziehbar. Unglaubliches, Bereicherndes, Lehrreiches. Positives und weniger Erfreuliches. Stoff genug, um viele einzelne, kleine Episoden in einem Buch zusammenzutragen. Das ist es. Nicht mehr. Und nicht weniger. Es gibt bereits einen Titel. Aber der wird hier natürlich noch nicht verraten …

 

Karif – er lebt!

Gesucht. Gefunden. Gerettet?
Es war wie so oft. An einem Abend. Im Frühling. Recherche im Internet. GEFUNDEN! Ein Mail an den Besitzer, Telefonat am Tag darauf. Treffen am folgenden Samstag. Vorort in Deutschland. Sehr gepflegte Reihenhaus-Siedlung. Sonnenschein, das nur, um sich ein Bild zu machen. Die Stimme des Verkäufers wirkte bereits am Telefon vertrauenerweckend. Mitunter der Grund, warum man sich trifft. Alte Maseratis brauchen Liebe. Und das damit verbundene Kleingeld. Manchmal. Und manchmal öfter. Dann ist es gut, wenn 3 Dinge vorhanden sind: Die Zuneigung zum KFZ, der damit verbundene Sachverstand und der Zaster. Ausdruck und Ergebnis dieser Dinge ist ein schönes, funktionierendes, erhaltenswürdiges Auto und ein Ordner mit Rechnungen. Im besten Falle (neue) Ersatzteile, die man vorsorglich (weil mehr und billiger werden diese ja nicht mehr) schon einmal besorgt hat, dass im Falle eines Gebrechens … eh schon wissen.
Die beiden Herren kommen ins Gespräch. Beide im nahezu gleichen Alter, man findet eine Wellenlänge. Redet über 600-PS-Mustangs (nicht mehr zeitgemäß, ich weiß …), über Dieses und Jenes und macht sich kurz danach auf zur Probefahrt. Diese alten Biturbos sind jedes Mal aufs Neue eine Wucht. Es sei jedem, der sich mit Automobilen beschäftigt, empfohlen, sich diesen Genuss einmal zu gönnen. Oder dauerhaft. Zu schlecht ist das Image. Zu verwegen die Besitzer zuweilen, und das färbt ab. MASERATI, da schwingt Königliches mit. Bei den Geräten der 90er Jahre eher das Verruchte. Das Böse. Das Image des Fluchtautos. Schwarz. Dunkel. Spannend. Und schnell. Noch immer ist der Schub gewaltig, sobald die Turbinen einsetzen. Vergleichbar mit dem Ritt auf der viel zitierten Kanonenkugel. Es geht über die Autobahn. Es entsteht ein durchwegs guter Eindruck. Mängel wie eine kaputte Klimaanlage (– der Ersatzteilpreis für ein Bedienteil sei hier nicht erwähnt und kann Familientragödien auslösen …), ein Knarzen da und ein Knistern dort sind in Kauf zu nehmen. Das ist KEIN AUDI A6! Das ist ein in Handarbeit gefertigtes, fast 30 Jahre altes Auto mit komplexer Technik.

Bis die roten Lämpchen …
Ja, bis die ersten roten Lämpchen im Armaturenträger aufleuchteten. Motor aus. Ausrollen. Rundgang um das Auto, was nichts bringt, weil: Was soll man sehen? Trotzdem. Neustart-Versuch. Springt an. Läuft. Dieses Phänomen soll uns in Zukunft noch beschäftigen …

Zeitraffer.
Rückkehr von der Probefahrt / Vereinbarung einer Ankaufsbegutachtung bei einem Marken-Spezialisten / Segen / Kaufvertrag / Transport per Hänger (Danke an Hrn. Paikos an dieser Stelle, der Grieche mit der Seelenruhe.) / Fahrzeugübernahme an der Grenze Walserberg / 200 m Autobahnfahrt … ja, der Leser ahnt es bereits … die roten Lämpchen / Letztlich heimgebracht per LKW / Läuft / Läuft nicht / Läuft / Läuft nicht / Die Lösung finden letztlich die Spezialisten rund um Gerhard Kittl, Alexander Rasser und Thomas Vavra, die sich bei FREY Classic und Aston Martin Salzburg um Geräte wie den Karif kümmern. Es war wie so oft eine Kleinigkeit. Aber gefunden muss sie erst einmal werden. Außerdem wurde dem Dreizack noch ein frischer Zahnriemen spendiert. Die Klimaanlage kühlt wieder.
Mit einem Wort: Der Karif lebt wieder … Fortsetzung folgt

Share This